1920
Erstmals wird in der Chronik erwähnt, daß die Musikkapelle zu Fronleichnam ausgerückt ist. Bei der Segnung und Enthüllung des Kriegerdenkmals gab die Kapelle den musikalischen Rahmen.
Der Musikverein unterhielt auch ein "Salonorchester", das z. B. die Theateraufführungen des Katholischen Burschenvereines musikalisch untermalte und die Pausen überbrückte, beim Feuerwehrball zum Tanz aufspielte und beim "Schützenabend" flotte Melodien erklingen ließ. Viele Proben für diese Auftritte wurden in verschiedenen Bauernhäusern durchgeführt.

1921

Wegen ihrer besonderen Verdienste um die Musik wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt:
Joset Kreuzhuber, Reinthaler in der Plöck; Johann Haslinger, Brunnenmacher in Oberharn; Johann Zweimüller, Wimmer in Kreuzhub; Georg Leitner, Totengräber in Hohenzell; Jakob Leitner, Gemeindediener.

1922
Kooperator Franz Neuwirth wurde zum Pfarrer in Mehrnbach ernannt. Seine Stelle als Kassier und Schriftführer übernahm der Vereinsvorstand Hans Rachbauer, die Funktion des Kassiers wurde später Jakob Leitner übertragen. Josef Mittermaier wurde in Anbetracht seiner langjährigen Verdienste als Musiker zum Ehrenmitglied ernannt.

1923
Interessante Einnahmen! Bei einem gemeinsam mit der FF Hohenzell veranstalteten Familienabend nahm der Musikverein 400.000 Kronen ein (leider Inflationsgeld; zum Vergleich: 1 kg Brot kostete zu diesem Zeitpunkt 15.000 Kronen).
Am 15. Juli wurden die neuen Kirchenglocken geweiht und aufgezogen. Es gab ein Konzert der Musikkapelle schon am Vorabend und am Festtag selbst. Die Musiker trugen wesentlich dazu bei, dem Fest der Glockenweihe einen würdigen Rahmen zu schaffen.

Das Salonorchester